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Böse Dinge. Positionen des (Un-)geschmacks


Eine Ausstellung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge und des Gewerbemuseums Winterthur

16. Januar bis 31. Juli 2011
Gewerbemuseum Winterthur, Schweiz

Gute Form, böse Form: Zu Zeiten der alten Gewerbemuseen war Geschmacksbildung hoch im Kurs: "Wollen wir erkennen, worin der gute Geschmack besteht, müssen wir zuerst den schlechten Geschmack beseitigen." Mit diesem Ziel eröffnete Gustav E. Pazaurek 1909 seine Abteilung der "Geschmacksverirrungen" im Stuttgarter Landesgewerbemuseum. Was gut und was schlecht war, ließ sich mit strafrechtlichen Kategorien benennen und mit missionarischem Eifer bekämpfen. Adolf Loos geißelte das Ornament als Verbrechen; Werkbund und Bauhaus handelten aus diesem Geist. Heute, im Zeitalter des Stilpluralismus, ist das komplizierter. Die "Bösartigkeit" der Dinge lässt sich nicht mehr so eindeutig sichten und bezeichnen.


Die Ausstellung setzt sich – kritisch und ironisch zugleich – mit Bewertungskategorien und ihrem Wandel auseinander und thematisiert auch neue moralische Kriterien im Kontext veränderter sozialer, ökonomischer und ökologischer Bedingungen. Entwickelt vom Werkbundarchiv – Museum der Dinge wird die Ausstellung in Winterthur nun durch Fallbeispiele erweitert, die der Produktkultur in der Schweiz Rechnung tragen, unter anderem dem Gütesiegel des Schweizer Werkbundes "die gute Form" und weiteren historischen wie aktuellen Aspekten.

Adresse, Öffnungszeiten und weitere Informationen: www.gewerbemuseum.ch




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