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Stand der Dinge -Archiv | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Magazin-Präsentation der Zeitschrift "bauhaus"Vom Wesen und der Schönheit der Dinge. Am 12. Juli 2012, Donnerstag, 19 Uhr wird im Werkbundarchiv – Museum der Dinge die dritte Ausgabe der Zeitschrift "bauhaus" mit dem Themenschwerpunkt "Dinge" vorgestellt.
Die Zeitschrift "bauhaus", die von der Stiftung Bauhaus Dessau herausgegeben wird, ist in ihrer dritten Ausgabe erschienen und hat sich vorgenommen, das Wesen der Dinge zu erforschen. "Ein Ding ist bestimmt durch sein Wesen", schrieb der Bauhausgründer Walter Gropius 1925. "Um es so zu gestalten, dass es richtig funktioniert – ein Gefäß, ein Stuhl, ein Haus –, muss sein Wesen zuerst erforscht werden; denn es soll seinem Zweck vollendet dienen, das heißt, seine Funktion praktisch erfüllen, haltbar, billig und 'schön' sein." Für das Heft wurden Dinge ausgewählt, die auf den ersten Blick banal erscheinen mögen, an denen sich aber Utopie und emanzipatorische Wirkung, Fetisch und Konsumverhalten untersuchen lassen – vom Teelöffel bis zum Kaktus, vom Preisschild bis zum Spiegel, von der Schachtel bis zum Fahrplan. Taugen die Dinge als Vehikel für eine Utopie? Wie bestimmt die Kopie die heutige Entwurfstätigkeit und was ist eigentlich Crowdsourced Design? Das Heft unternimmt den Versuch, herauszufinden, wie das Bauhaus den Umgang mit den Dingen verändert hat und wie sich die Auseinandersetzung mit dem ‚Ding an sich‘ heute gestaltet. Friedrich von Borries schreibt in seinen "Zehn Gedanken zum Scheitern einer bürgerlichen Utopie": "In die Geschichte eingegangen ist das Bauhaus als utopisches Projekt, mit dem Ziel, für einen ‚Neuen Menschen‘ eine umfassende Gestaltung zu entwickeln. (...) Der Anspruch, alles vom Löffel bis zum Haus zu gestalten, ist nicht utopisch groß, sondern bürgerlich eng. Die wirklichen Gestaltungsfragen beginnen jenseits des Hauses." Florian Alexander Schmidt stellt "die Nutzbarmachung der Schwarmintelligenz für das Produktdesign" vor und schlussfolgert: "Plattformen wie Quirky und Kickstarter machen es Produktdesignern mit guten Ideen heute leichter als je zuvor, ihre Ideen auf den Markt zu bringen, und die Crowd spielt dabei eine ganz wesentliche Rolle. Während Crowdfunding einen mittlerweile recht effektiven Weg darstellt, um die Hürde des Startkapitals zu überwinden, nimmt Quirky seinen Mitgliedern nicht nur die Nutzungsrechte ab, sondern auch alle weiteren Schritte auf dem steinigen Weg zum Endprodukt." Philipp Oswalt fordert dazu auf, auch die Dinge hinter den Dingen zu sehen: "Es reicht eben nicht (mehr), die Gestaltung von Dingen nur aus Konsumentensicht zu betrachten und für diesen zu optimieren. Dinge habe auch eine Beziehung zu den Menschen, die sie herstellen, warten und entsorgen, und auch zu ihrer Umwelt. Designdiskurs und Konsumgesellschaft blenden diese wesentlichen Eigenschaften weitgehend aus, es gilt das Diktat des Konsumenten." Nach zwei Heften kommt die Zeitschrift bauhaus nun in neuem Gewand daher. Mit Matthias Kreutzer und Jens Schildt vom Amsterdamer Studio Our Polite Society wurden zwei neue Jahresgrafiker ausgewählt, die erstmals das Heft gestalten. Die Stiftung nimmt damit ihren Anspruch ernst, eine Plattform für junge Gestalter zu sein. Der Herausgeber Philipp Oswalt wird die neue Ausgabe vorstellen. Mehr: http://www.bauhaus-dessau.de/index.php?ausgabe-3 |
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