Stand der Dinge
Institution
Programm
Publikationen
Sammlung
Archiv Werkbund
Bestellung+Verkauf
Information
DWB-Geschichte
DWB-Forschung
Bestand
Protagonisten
Links

Forschungsarbeiten zum DWB

Suche   Kontakt   Übersicht
Dinge pflegen - Dingpfleger werden!


REZENSION zu einer neuen Publikation über den Werkbund Bremen


Nils Aschenbeck: Schnelldampfer, Landhäuser und Kaffee HAG. Der Deutsche Werkbund in Bremen, Delmenhorst und Oldenburg – 1900 bis 1948. Hg. Werkbundarchiv – Museum der Dinge, DWB Nord Hannover. Aschenbeck & Holstein: Delmenhorst, Berlin 2004

Dieses Buch präsentiert drei Jahrzehnte Werkbundgeschichte im norddeutschen Raum. Bereits vor der Gründung des Deutschen Werkbundes hatten sich reforminteressierte Bürger zusammengefunden um ihren gesellschaftlichen Einfluss als „Heimatschützer“ zu bündeln. Der 1907 gegründete Deutsche Werkbund bot ihnen einen neuen Wirkungsrahmen.

Heute noch bekannte Personen wie der Künstler Heinrich Vogeler, der Industrielle Gustav Gericke und der Architekt Hugo Wagner gehörten zu den norddeutschen Vertretern des DWB.
Neben den Firmen wie dem Norddeutschen Lloyd ist vor allem der Firmeninhaber Ludwig Roselius zu nennen. Mit seinem Produkt Kaffee Hag, dem entkoffeinierten, gesünderen Kaffee, leistete er seinen Beitrag zur Reformbewegung. Als Architekt für seine Kaffeefabrik verpflichtete er Hugo Wagner, der am Bremer Fabrikenufer ein Gebäude aus Eisenbeton schuf. Die Delmenhorster Anker-Linoleum-Fabrik konnte den Architekten Heinz Stoffregen für Planung und Bau von Anlagen gewinnen. „Ein Bremer Netzwerk der Kulturschaffenden hatte sich gebildet“, bemerkt der Autor treffend.
Der Einfluss der Mitglieder auch auf Bundesebene wuchs. 1914 gab es ein eigenes Haus auf der Kölner Werkbundausstellung, 1925 fanden in Bremen die DWB-Jahresversammlung und ein Werkbundtag statt.
Das Buch zeigt die Netzwerke von Künstlern, Fabrikaten und Mäzenen, die für den Werkbund typisch waren sowie die Richtungskämpfe um Tradition und Moderne in der Kunstbewegung. Außerdem gibt es beispielhaft einen Einblick in das Zusammenwirken von Bund und lokaler Werkbundtätigkeit, ein bisheriges Desiderat in der Werkbundforschung. Das vorliegende Buch trägt dazu bei, diese Lücke zu schließen.



Rezension zum Themenbereich "Deutsches Warenbuch"
REZENSION zu einer neuen Publikation über den Werkbund Bremen
Buchrezension: Matthias Schirren, Bruno Tauts Alpine Architektur. Eine Utopie
Wie man ein Haus baut
Gute Form im Wiederaufbau
english version

Dingpfleger werden



hier klicken
Museum der Dinge
bei Facebook

Newsletter   Impressum

DING des Monats 05-13



Mit Schmucksteinen dekorierte Nagelfeilen


zurück zum Seitenanfang