Dinge mit Anziehungskraft
Erotische Objekte aus der Perspektive aktueller Theorien zur 'object agency'

Donnerstag, den 24. Mai 2018, um 19 Uhr
Plakat "Erotik der Dinge". Gestaltung: Rose Epple

Vortrag von Claudia Breger

Aktuelle Theorien von Bruno Latour und Jane Bennett betonen die Handlungsmacht von Objekten bzw. situieren Handlungsfähigkeit insgesamt in Objekt-Mensch-Netzwerken. Anders als psychoanalytische Ansätze (z.B. zum Fetischismus) fokussieren diese aktuellen Theorien in der Regel nicht auf Sexualität oder Erotik, doch der Vortrag erkundet diese Verbindung. Welche neuen Perspektiven auf erotische Objekte lassen sich mit Latour oder Bennett eröffnen? Und was können sie zur Untersuchung der Rolle von Objekten bei der Verfestigung oder Auflösung von Geschlechterverhältnissen beitragen?

Claudia Breger ist Villard Professor of German and Comparative Literature an der Columbia University in New York. Ihre aktuelle Forschung und Lehre konzentriert sich auf Literatur, Film und Theater im zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhundert, mit Schwerpunkten auf Literatur-, Kultur- und Medientheorie, sowie Intersektionen von Gender, Sexualität und Rassismus.

Eintritt frei


Erotik der Dinge ist eine Gemeinschaftsausstellung der Forschungsstelle Kulturgeschichte der Sexualität der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Werkbundarchiv – Museum der Dinge aus Anlass des 150. Geburtstags von Magnus Hirschfeld in Kooperation mit dem Kinsey Institute und dem World Erotic Art Museum. Sie ist das erste in einer Reihe von kooperativen Forschungs- und Ausstellungsprojekten, welche die Forschungsstelle mit der Sammlung des von Naomi Wilzig gegründeten World Erotic Art Museum durchführt.