Ausgerichtete Frankfurter Küche in hellen Farben mit Schütten und Schubladen links, Herd und Ofen rechts und Arbeitstisch mit Hocker und Fenster dadrüber. Dazu die Tür. Alle Elemente original, restauriert.
Frankfurter Küche im Werkbundarchiv – Museum der Dinge
Veranstaltungen Gespräch

Neues von der Frankfurter Küche

21. Juli 2025, 18:30 Uhr

kostenfrei

Wie Christina Treutlein in ihrer Dissertation über den Architekten Carl-Hermann Rudloff nachzuweisen meint, war Margarete Schütte-Lihotzky weit weniger an der Entstehung der legendären Küche des Neuen Frankfurt beteiligt als bisher angenommen.

Sollte die zeitgenössische Zuschreibung der Autor*innenschaft an die Architektin vor allem die Bewohnerinnen der neuen Siedlungen für die taylorisierte Standardküche gewinnen? Welche ihrer Wiener Erfahrungen hat/hätte sie einbringen können? Sind moderne Gestaltungsprozesse nicht immer auch kollektive? Schütte-Lihotzky wollte nie auf die Küche reduziert werden. Warum hat sie die Entstehungsgeschichte nicht selbst genauer aufgeklärt? Ändert sich der Charakter der Frankfurter Küche, wenn die Autor*innenschaft nun neu bestimmt werden muss?

Vor der Diskussion, ab 18 Uhr kann die laufende Ausstellung und auch die Frankfurter Küche eintrittsfrei besichtigt werden.


Diskussion mit Christina Treutlein (Frankfurt/Main, Geschäftsführerin der Ernst-May-Gesellschaft) und Robert Müller (Kurator, Kunstsammlung und Archiv der Universität für angewandte Kunst, Wien)

Moderation: Thomas Flierl (Architekturhistoriker in Berlin)


Kooperation mit Helle Panke e.V. | Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin