Kleidung schafft Zugehörigkeit und grenzt ab. Das gilt insbesondere für die Berufswelt, in der Kleiderordnungen eine wichtige Rolle spielen.
Ab dem frühen 20. Jahrhundert werden im Sprachgebrauch zwei große Beschäftigungsgruppen häufig mit den Bezeichnungen Blue Collar („blauer Kragen“) und White Collar („weißer Kragen“) beschrieben. Diese Begriffe orientieren sich an typischer Berufskleidung und dienen als verbreitete, jedoch nicht einheitlich festgelegte Kategorien. Die blauen Arbeitsanzüge stehen dabei für körperlich im handwerklich-industriellen Bereich Arbeitende, die weißen Hemden für Angestellte in Büro- und Verwaltungsberufen. Diese Arbeitskleidung schafft eine auf den ersten Blick erkennbare Klassenzugehörigkeit.
Das Ding des Monats ist bis zum 2. März 2026 in der Sonderausstellung „Milieudinge – von Klasse und Geschmack“ zu sehen.