Glashaus von Bruno Taut

Das bunte Glas zerstört den Hass

Paul Scheerbart, 1914

Das Glashaus von Bruno Taut ist für die Kölner Werkbund-Ausstellung 1914 als Reklame-Pavillon der Glasindustrie entstanden. Diese funktionale und vor allem kommerzielle Identität des Gebäudes störte Tauts als priesterlich empfundene Berufung, „ein Gewand für die Seele zu bauen“ nicht und war kein Hindernis, seine kosmischen Architekturvisionen zu realisieren.

Nachdem im August 1914 die Ausstellung im Zuge der Mobilmachung geschlossen wurde, überlebte das Bauwerk die Kriegsjahre noch als geplündertes Betonskelett und wurde zu Beginn der 20er Jahre abgerissen, genau zu dem Zeitpunkt, als es in den expressionistischen Architektur-Phantasien der „Gläsernen Kette“ um Taut seinen eigentlichen Bezugspunkt fand.

1993 nahm das Werkbundarchiv die Auffindung alter Bauzeichnungen und Konstruktionsunterlagen zu Tauts Glashaus im Historischen Archiv der Stadt Köln zum Anlass, ein Modell des Bauwerks zu rekonstruieren.
Das Glashaus-Modell wurde als ein Teil der Sonderausstellung „Made in Germany – Politik mit Dingen. Der Deutsche Werkbund 1914“ vom 25. September 2014 bis zum 16. März 2015 im Rahmen einer Licht- und Ton-Installation gezeigt.

Grüne Plastik-Gießkanne mit schwarzer Aufsteckvorrichtung
matt glänzende braun-schwarze Espressotasse mit Unterteller in einem glatten, leicht gerundetem Design