Trude Petri-Raben (1906-1998) gilt seit den 1930er-Jahren als eine der bedeutendsten Designerinnen von formvollendetem Manufakturporzellan. Mit ihrem Tafelservice Urbino schuf sie 1932 einen Meilenstein des modernen Porzellandesigns. Bis heute findet das erfolgreiche Service in nahezu jedem Überblickswerk zum deutschen oder europäischen Design des 20. Jahrhunderts Erwähnung und repräsentiert die Avantgarde um 1930.
Weniger bekannt ist Petri-Rabens Leben und Schaffen nach ihrer Emigration in die USA im Jahr 1949. In Chicago eröffnete sie sich neue künstlerische Freiräume und wandte sich anderen Materialien und Techniken zu. Besonders das Arbeiten mit Steinzeug wurde zu einem wichtigen Experimentierfeld.
Trudi Petri’s Geburstag jährte sich am 25. August 2026 zum 120. Mal. Die Präsentation auf der Objekt-Bühne verbindet die Rezeptionsgeschichte von Urbino mit Petri-Rabens bislang wenig beachteter Schaffensphase in den USA. Historische Fotografien, Entwürfe und Objekte zeigen die Entwicklung ihrer Gestaltung zwischen Berlin und Chicago.
4,2qm: Die Objekt-Bühne des Werkbundarchiv – Museum der Dinge bietet inmitten der Dauerausstellung Raum für Kooperationen, künstlerische Interventionen und neue Perspektiven auf die Sammlung.
Impressum
Kuration: Klára Němečková