Gewebeband

Dieses graue Gewebeband ist als universales Hilfsmittel im Alltag unter den Namen Panzertape, Gaffer/Gaffa Tape oder Duct Tape bekannt.

Weniger bekannt ist, dass es einige trans*menschen benutzen, um ihre äußere Erscheinung an ihr empfundenes Geschlecht anzugleichen.

So hilft Gewebeband trans*männern dabei, einen flachen Oberkörper zu haben. Das nennt sich „Binding“. Einige trans*frauen und auch Drag Queens kleben beim sogenannten „Tucking“ ihre Genitalien zwischen ihre Schenkel.

„Binding“ und „Tucking“ sind eine weit verbreitete Praxis, können aber schmerzhaft sein. Die Verwendung von Gewebeband markiert einen provisorischen Übergang. Langfristig greifen viele dann zu professionellen Produkten wie enganliegenden Slips oder Bindern. In der trans*-Community steht Gewebeband symbolisch für einen Prozess der Selbstermächtigung.

Das Gewebeband ist in der Dauerausstellung des Museums zu sehen und Teil einer speziellen Route zum Thema „Gender“ in der Museums-App des Werkbundarchiv – Museum der Dinge. Jedes Jahr im Mai findet in Berlin der Queer History Month statt, ein Kooperationsprojekt, das die Behandlung von historischen sowie gegenwartsbezogenen queeren Themen in der Bildungsarbeit fördern möchte.

Panzertape heißt das Gewebeband übrigens, weil es auch bei der Bundeswehr aufgrund seiner Beständigkeit zum Einsatz kommt, Gaffer/Gaffa Tape leitet sich vom englischen Wort gaffer für Beleuchter ab, weil es in der Bühnentechnik verwendet wird und Duct Tape wird es genannt, weil es zum Abdichten von Heizungsrohren (englisch duct) dient.

Grüne Plastik-Gießkanne mit schwarzer Aufsteckvorrichtung
matt glänzende braun-schwarze Espressotasse mit Unterteller in einem glatten, leicht gerundetem Design