Schulstuhl

„6 Berliner Professoren“ entwickelten im Auftrag des Deutschen Werkbunds und des Amts Bildende Kunst des Magistrats neue kostengünstige Möbeltypen für eine zukünftige Serienproduktion.

Sie stellten sie zum ersten Mal im Rahmen der ersten Deutsche Industrieausstellung aus, die im Herbst des Jahres 1950 auf dem Berliner Messegelände eröffnet wurde. Eduard Ludwig hatte unter anderem Schultische und Schulstühle entworfen, die er wie folgt kommentierte:

„Die Verwendung von Einzeltischen und -stühlen für Schulkinder schafft nicht nur reichere Möglichkeiten in der Gruppierung der Schulmöbel und in der Raumaufteilung beim Unterricht, sondern soll die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein der Kinder zur Entfaltung bringen. Die Verwendung von Einzeltischen und Doppeltischen gegenüber den bisher üblichen Klassenbänken bedeutet eine Auflösung und freiere Gestaltung des Unterrichts. Aus psychologischen Gründen wurde als Anstrich grüner Schleiflack gewählt, da diese Farbe ähnlich dem grün des Waldes beruhigend wirkt und zur Besinnlichkeit auffordert. Durch die Art der Konstruktion (Auswechselbarkeit der Beine bei verschiedener Höhe von Tischen und Stühlen) wird eine Verbilligung in der Herstellung erreicht. Absprachgemäß wurden mit dem Schularzt der Stadt Berlin vier Grössen entsprechend den Altersstufen entwickelt.“

Der von Eduard Ludwig entworfene Schulstuhl wurde im Rahmen der Sonderausstellung „gern modern? Wohnkonzepte für Berlin nach 1945“ in der Station „berlin plant“ gezeigt. Die Ausstellung lief von Februar bis Juni 2017.

Grüne Plastik-Gießkanne mit schwarzer Aufsteckvorrichtung
matt glänzende braun-schwarze Espressotasse mit Unterteller in einem glatten, leicht gerundetem Design